Gunung Mulu National Park
Mit Expressbooten aus russischer Produktion rasten wir von Miri über Marudi nach Long Terawan, immer den Baram River flussaufwärts. In Long Terawan stiegen wir auf "gemütliche" Langboote um, die uns nach Mulu brachten. Immer wieder mussten wir jedoch aus den Langbooten aussteigen und die Boote gemeinsam über Stromschnellen schieben, da der Wasserstand extrem niedrig war (von wegen gemütlich).
Ziel war der Gunung Mulu National Park. Dort besichtigten wir in den folgenden Tagen zahlreiche Tropfsteinhöhlen.
In der Wind Cave weht ein ständig kühler Luftstrom, der ihr den Namen gab. Die King's Chamber genannte Halle ist reich an Stalaktiten und Stalagmiten.
Das mehrstöckige Höhlensystem der Clearwater Cave gilt als eines der größten der Welt. Höhlenforscher entdeckten bisher mehr als 107 km. Der Badepool der Clearwater Cave erhält sein kristallklares Wasser vom kalten Clearwater River, der hier aus dem Felsen entspringt. Als weiteres Phänomen ist im hellen Eingangsbereich der Höhle sogenannter Photokarst zu beobachten. Algen, die auf den Felsen wachsen, sondern Sauerstoff ab, durch den der Kalkstein schneller zersetzt wird. Da die Algen dem Licht entgegen wachsen, bleiben feine, spitze Nadeln in der Richtung des Lichteinfalls stehen. Darüber hinaus eignet sich die Clearwater Cave ideal zum Adventure Caving.
Lang's Cave und Deer Cave
Während
die Lang's Cave sehr viele Stalaktiten und Stalagmiten hat,
befindet sich in der Deer Cave die längste Höhlenpassage
der Welt - eine 2160 m lange und 220 m breite Halle.
Einen
weiteren Rekord bilden die von den Fledermäusen hinterlassenen Guano-Berge.
Jährlich produzieren sie in der Höhle 3 bis 6 t. Eine Fliegenart hat
sich auf den Guano spezialisiert und sorgt dafür, dass die Berge nicht
bis an die Decke hochwachsen. Zu tausenden krabbeln die Fliegen auf dem frischen
Guano. Spektakulär ist es, wenn ca. 2 Mio. Fledermäuse bei Einsetzen
der Dämmerung ihre Höhle verlassen. In langen Bändern fliegen
sie z.T. bis an die Küste.
Die Pinnacles
Nicht nur ein sportliches Highlight war der Aufstieg vom Camp 5 zu den Pinnacles. Wir arbeiteten uns den 2,8 km langen und sehr steilen Pfad vor, um vom Gipfel des Mt. Api (1175 m) die berühmten Pinnacles (bis zu 50 m hohe Felsnadeln aus Kalk) zu bewundern. 2,8 km klingt nach nicht viel, aber die Qualen des steilen Auf- und Abstiegs können einen durchaus an den Rand der Erschöpfung bringen. Man berichtet von Leuten, die unter Tränen wieder abgestiegen sind. Knieschmerzen und Muskelkater sind garantiert, deshalb empfehle ich, Tigerbalsam mitzunehmen, um die Schmerzen zu lindern. Auch auf Wasserblasen sollte man vorbereitet sein. Am wichtigsten jedoch halte ich die Mitnahme von mind. 3 l Wasser, evtl. mit Elektrolyt-/Glukose-Brausetabletten angereichert.