Borneo aus der Vogelperspektive

Super sind die Flüge über Borneo: In größeren Maschinen sorgt das freundliche Bordpersonal für einen angenehmen Aufenthalt. Spektakulär war jedoch der Flug von Mulu nach Miri: Es gab überhaupt kein Bordpersonal, dafür konnte man während des gesamten Fluges den Piloten bei ihrer Arbeit zuschauen. Das Flugzeug, eine Maschine des Typs DHC 6 Twin Otter, fasst übrigens gerade mal 20 Passagiere.

Beim Flug von Kota Kinabalu/Sabah nach Miri/Sarawak erkennt man, wie sich KK immer weiter in die Landschaft ausdehnt. An den Stränden entstehen neue Ferienanlagen und Yacht-Hafen. Interessant auch der Blick von oben auf die vielen kleinen Inseln, die alle von Korallenriffen umgeben sind.

In Reiseführern wird Miri noch als boomende Ölstadt beschrieben, jedoch neigt sich der Erdölboom - wie auch in Brunei - allmählich seinem Ende. Die Erdölreserven sind nahezu erschöpft. Neue wirtschaftliche Impulse erhofft man sich ausgerechnet vom Holzexport. Die Narben, die der Holzeinschlag hinterlässt, sind unübersehbar: Riesige Areale wurden abgeholzt, Schneisen in den Wald geschlagen, der Regenwald immer weiter zurück gedrängt.

Die verheerenden Waldbrände von 1997 steuerten ebenfalls erheblich zum Rückgang des Regenwaldes bei. Diese Katastrophe wurde "genutzt", um riesige monotone Ölpalmplantagen anzulegen.


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