Mt. Kinabalu

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Der Mount Kinabalu ist mit 4095 m die höchste Erhebung ganz SO-Asiens. 1964 wurde ein damals 711 km2 großes Areal des Massivs zum Nationalpark erklärt (heute 754 km2), im Jahr 2000 wurde der Nationalpark in die Unesco-Liste des Weltnaturerbes aufgenommen. Die Vegetation besticht durch Artenreichtum und seltene, z.T. endemische Pflanzen. Sie reicht vom tropischen Tieflandregenwald über Berg- und Nebelwald bis in die Subalpine und Alpine Zone. Forscher schätzen die Anzahl der Arten auf 5000 bis 6000, darunter z.B. 1000 verschiedene Orchideen, 609 Farne, 135 Feigen-Arten, 52 Palmen-Arten, 30 Ingwer-Arten, 24 Rhododendron-Arten und 9 verschiedene Kannenpflanzen (Nepenthes). Auch die berühmte, aber sehr seltene Rafflesia wächst im Nationalpark. Die rote Blüte der auf einer bestimmten Lianenart wurzelnden Schmarotzerpflanze kann bis zu 1 m Durchmesser haben (größte Blume der Welt!). Die Fauna ist ebenso artenreich, so wurden z.B. bis jetzt 326 verschiedene Vogelarten gezählt. |
Die erste Etappe des Aufstiegs führt vom Park Headquarter (1558 m) bzw. dem Timpohon Gate (1890 m) bis zum Laban Rata Resthouse (3272 m). Die zweite Etappe führt dann am folgenden Tag bis zum Gipfel, von wo aus der Sonnenaufgang bestaunt werden und die Sicht bis zum Meer reichen kann.
Nach mehreren Stunden erreichten die ersten von uns das Laban Rata Resthouse, um dort erst mal eine heiße Nudelsuppe zu essen und sich zu entspannen. Das Resthouse verfügt über ein großes Restaurant, Zimmerheizung und Etagenduschen mit Warmwasser (zumindest bei den Männern).
Vom Resthouse aus hat man eine wunderbare Sicht auf die Gipfel- und Felsregion des Mt. Kinabalu. In der Sonne glänzen die von Bächen und kleinen Wasserfällen umspülten Felsen. Ein atemberaubendes Farbspiel am Himmel lieferte der Untergang der Sonne am frühen Abend.
Um 3 Uhr nachts machten wir uns am nächsten Morgen mit Taschenlampen auf den Weg, um bis zum Sonnenaufgang rechtzeitig am Gipfel angekommen zu sein. Leider mussten wir dieses Unternehmen vorzeitig beenden, da heftigste Regenfälle die sonst so harmlosen Bäche in reißende Wasserfälle verwandelten. Der Aufstieg führt an glatten und steilen Felswänden entlang (z.T. seilgesichert), die Wasserfluten zwangen uns aber so kurz vor dem Ziel zum Abbruch (seufz!). Eine kleine Entschädigung bot jedoch der spätere Flug von Sandakan nach KK am Mt. Kinabalu vorbei, bei dem man die Gipfelregion schön aus der Vogelperspektive erkennen konnte.

